Mittwoch, 19. September 2012

21.09.1964 - Independence day


Während des Zweiten Weltkrieges diente Malta den Alliierten aufgrund seiner strategisch günstigen Lage abermals als Stützpunkt. Die Insel wurde in der Folge von über 2.000 deutschen und italienischen Luftangriffen  getroffen, denen mehr als 1.500 Malteser zum Opfer fielen. Auf die Insel fielen, auf die Fläche bezogen, die meisten Bomben im Zweiten Weltkrieg und Winston Churchill nannte Malta den „unversenkbaren Flugzeugträger“. In Anerkennung des Mutes und der Tapferkeit während der Angriffe verlieh der damalige britische König Georg VI. der maltesischen Bevölkerung am 15. April 1942 das Georgs-Kreuz, welches seitdem die maltesische Flagge ziert.
Wie zuvor vereinbart, ließen die Briten nach dem Ende des 2. Weltkrieges Malta zur beschränkten Selbstverwaltung zurückkehren. Zusätzlich stellten sie 30 Millionen Pfund Sterling als Aufbauhilfe bereit. Das erste schwerwiegende Problem war, wie nach dem Ersten Weltkrieg, die steigende Arbeitslosenzahl, da die Arbeiter nicht mehr in den Munitionsfabriken und Werften benötigt wurden. Als ein Mittel zur Behebung der Krise wurde die Auswanderung, speziell nach Australien, angesehen, was von den politischen Parteien unterstützt wurde. Um mehr Mitbestimmung zu erhalten, plädierten die Parteien für eine Vertretung Maltas im britischen Parlament, was von der Kolonialmacht abgelehnt wurde, woraufhin die maltesische Regierung die vollständige Unabhängigkeit von der britischen Krone forderte.
Anfang 1964 fand in London ein Kongress aller maltesischen Parteien statt, auf dem die Möglichkeit einer Unabhängigkeit erörtert werden sollte. Bereits am 5. Mai waren die Formalitäten geklärt und die Malteser stimmten in einem Referendum für eine neue, von George Borġ Olivier zum Vorschlag gebrachte Verfassung, die eine konstitutionelle Monarchie unter der britischen Krone im Commonwealth of Nations vorsah, sowie die Katholische Kirche zur Staatskirche erklärte. Am 21. September 1964 löste sich Malta nach 164 Jahre währender Kolonialherrschaft aus dem britischen Verantwortungsbereich und wurde in die vollständige Unabhängigkeit entlassen. Der 21. September wird unter der Bezeichnung Independence Day bis heute als Nationalfeiertag zelebriert.


Donnerstag, 13. September 2012

Victoria Lines



Die Victoria Lines ist eine etwa 10,25 Kilometer lange Befestigungsanlage auf Malta.
Von Fomm-ir Rih nach Fort Madliena verläuft quer durch die Mittelmeerinsel eine kleine geologische Verwerfung. Der seit 1530 auf dem Archipel herrschende Malteserorden errichtete um 1722 entlang dieser Linie einige Spähtürme und Schutzräume für Soldaten. Als die Engländer Malta im Jahre 1800 besetzten, gerieten diese Anlagen zunächst in Vergessenheit. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhundert begannen die Engländer dann mit dem Bau großangelegter Verteidigungsanlagen.
Nachdem zunächst 1875 drei Forts entlang des Verwerfungskammes gebaut worden waren, begann man später diese mit einer Mauer zu verbinden, die 1890 vollendet wurde. Danach wurde die Mauer noch um Geschützbatterien und Baracken erweitert und ein viertes Fort gebaut. Im Jahre 1897 waren diese Arbeiten vollendet und das Bollwerk wurde zu Ehren Königin Victorias, die damals ihr 60-jähriges Thornjubiläum feierte, Victoria Lines genannt.
Die Mauer war als Schutzwall gegen feindliche Übergriffe gedacht, konnte sich jedoch nie profilieren, da durch die britische Marineüberlegenheit niemals eine ernsthafte Angriffsgefahr bestand.
Ab 1907 verlor sie vollends ihre Bedeutung. Die Victoria Lines zerfiel mit der Zeit. Am 27. August 1998 wurde sie – vorerst provisorisch – in die Liste der UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen.
Die Mehrzahl der Touristen und selbst viele Malteser wussten lange Zeit nicht, dass diese Mauer existiert. Wer es wusste, hielt das Bauwerk oftmals für eine Feldmauer, wie sie von Bauern als Abgrenzung ihrer Felder errichtet werden. Erst durch mehrere Fernsehberichte in den 1990er-Jahren und die Maßnahmen der UNESCO wurde den meisten Menschen die historische Bedeutung der Lines klar. Seither wurde das Bollwerk vollständig freigelegt und zum Teil restauriert. An einigen Stellen ist es möglich, auf dem Kamm der Mauer spazieren zu gehen.
Besonders gut erhalten ist ein drei Kilometer langer Abschnitt zwischen Nadur und dem Falka Gap, der Dwejra Lines genannt wird.

Flora and Fauna on the rock


Die Tierwelt von Malta& Gozo ist ausgesprochen artenarm. Es gibt weder giftige noch gefaehrliche Tiere - die groessten frei lebenden Saeugetiere der Insel sind Kaninchen und Igel. Haeufige zu sehen sind Eidechsen, Mauergeckos sowie diverse Zugvoegel. Nur etwa ein Dutzend Vogelarten leben staendig hier , darunter Maltas Nationalvogel , die blau gefiederte Blaumerle.
Die Landschaft wird weitgehen gepraegt durch Macchia. In ihr gedeihen Thymian und Rosmarin, Heidekraut und der Mastixstrauch, Wolfsmilch- und Zwiebelgewaechse. Im Fruehjahr bluehen Feldblumen wie der Klatschmohn. Der frueher grossen Olivenhaine mussten unter britischer Herrschaft Baumwollplantagen Platz machen, die jedoch inzwischen laengst aufgegeben wurden. Neue Oelbaeume werden nur vereinzelt angepflanzt. Gelegentlich finden Sie auch Johannisbrotbaeume. Die Aleppokiefern fuehrten erst die Johanniter ein, spaeter kamen Agaven, Kaktusfeigen, Oleander und Eukalyptusbaeume hinzu.


One, Two, Three - Action!!

Wenig Text, viele Bilder- und immer wieder Action


Der Kaplan von Malta - 
Der einzige maltesisch Roman, der je ins Deutsche uebersetzt wurde, ist nur noch auf maltesisch erhaeltlich. Nicholas Monsarrats Buch spielt waehrend des Zweiten Weltkrieges auf der Insel.

Das Sakrament- 
Der historische Roman von Tim Willocks, in Maltas des 16. Jahrhunderts angesiedelt, ist ueber 700 Seiten stark- auch als Hoerbuch auf 21 Cds erschienen

Die Chronik der Unsterblichen07. Der Gejagte- 
Malta fuer Fantasy- fans von Wolfgang Hohlbein

www.maltapoetry.com- 
Maltesische Poesie, z lesen im Orginal

Muenchen- 
In Steven Spielberg 2005 gedrehten Thriller mit Eric Bana und Daniel Craig in den Hauptrollen ist die Insel auch in zahlreichen Aussenaufnahmen zu sehen. So mancher Ort wuchs im Film zur Metropole heran: So wurde Rabat zu Rom und Athen

Der Graf von Monte Christo- 
Der Abenteuerroman von Alexandre Dumas, verfilmt auf Malta mit Gerhard Depardieu und Ornella Muti in 2006

Der Untergang der Pamir- 
Havariert ist die Viermastbank nahe der Azoren, doch gedreht wurde auf Malta: zweiteiliger Fernsehfilm von Wolfgang Petersen in 2005

Popeye- 
Vom Robert- Altman- Klassiker aus 1979 stehen im Nordwesten Maltas noch die Kulissen


Donnerstag, 6. September 2012

Hagar Qim Tempel


Der Hagar Qim Tempel auf Malta ist eine der absoluten Top Sehenswürdigkeiten der Insel. 
In diesem Tempelkomplex finden sich die Reste von vier Tempeln, die zwischen 3600 und 2500 v. Chr. entstanden sind, darunter der am besten erhaltene Südtempel. Er gehört einerseits zwar an den Anfang der Tempelphase, entstand aber in seiner heutigen Form durch diverse Umbauten in der Spätphase und ist ein für Malta einmaliger agglutinierender Tempel. Keramikfunde belegen seine Nutzung ab der Mġarr-Phase während der gesamten Tempelkultur in der Geschichte Maltas.
Die wunderschöne Lage direkt am Meer machen die labyrinthische Tempelanlage einzigartig. Wer sich für Steinzeittempel interessiert, darf die schönste Anlage auf Malta nicht verpassen. Die Besuchszeiten sind täglich von 9-17 Uhr.
Der Name “Hagar Qim” steht für “Stehende Steine”. Die Steine wurden 1647 erstmals von Francesco Abela (Chronist des Johanitterordens) erwähnt. Die Ausgrabungen begannen 1839. Der Ort war wahrscheinlich ein bedeutendes Kultzentrum. Zum Komplex gehören ein Priesterhaus  und 3 Tempel. Entstanden ist die Anlage um 3200 v. Chr. Um die Anlage vor schädlichen Umwelteinflüssen zu schützen, wurde ein Zeltdach gebaut.
Der größte gefundene Stein ist 6,40 Meter lang, 3 Meter breit und wiegt stolze 20 Tonnen.

Mittwoch, 5. September 2012

Marsaxlokk



Marsaxlokk ist ein Fischerdorf und eine Verwaltungseinheit auf Malta. Der Name setzt sich aus dem arabischen Wort Marsa für Hafen und dem maltesischen Wort Xlokk, dem Südwind, zusammen. Es befindet sich zwischen der Landzunge Delimara Point und Benghisa Point. In der Antike diente es den Phöniziern und später den Römern als Haupthafen. Im Jahre 1565 ging die türkische Flotte bei der Belagerung Maltas hier vor Anker.
Bei den Touristen ist es vor allem für seine bunt bemalten Fischerboote (Luzzus) und den Markt bekannt.Sonntagvormittags findet entlang der Hafenpromenade Maltas groesster Wochenmarkt statt. Dort kann man alles erstehen, sei es Fisch, Gemuese, Jeans, Elektronik, Souvenirs oder Spirituosen.