Mass Meeting Haz-Zebbug 17.02.2013
In ein paar Tagen ist es also so weit. Ich wollte euch mal das Video zeigen, um euch einen kurzen Einblick zu geben wie populär Politik hier ist. Wir sind alle gespannt auf das kommende Event und sind uns sicher, dass unsere eigenen kommenden Wahlen uns schwer enttäuschen werden ;)
Mittwoch, 6. März 2013
Malta meets Bulgaria
Marteniza ist ein
kleiner rot-weißer Schmuck, der im März jedes Jahres nach einem alten Brauch getragen wird. Dieser bulgarische Brauch stammt aus der Zeit vor dem 9. Jahrhundert n. Chr. Als einer der beliebtesten bulgarischen Bräuche und über Jahrhunderte gepflegt, ist das gegenseitige Beschenken mit Martenizi am 1. März
und in der darauf folgenden Woche. Es handelt sich um kleine rot-weiße
Anhänger, Quasten, Püppchen oder schlichte Armbänder aus Stoff, Wolle
oder Baumwollfäden, die in Bulgarien Anfang März von allen getragen
werden. Sie werden ebenfalls gern im ganzen Freundeskreis per Briefchen
oder Postkarten verschickt.
Die Marteniza ist im Wesentlichen ein Talisman für Gesundheit und ein
langes Leben, was jeweils die Farben symbolisieren: rot für rote Wangen
bzw. weiß für weißes Haar und hohes Alter. Man trägt sie auf der linken
Seite (dort, wo das Herz ist) oder als Armband auf dem linken Arm. Die rot-weißen Glücksbringer trägt man so lange, bis man ein erstes Frühlingszeichen – einen Storch, eine Schwalbe
oder einen blühenden Baum – sieht. Dann (spätestens zum 1. April) hängt
man sie auf einen Baum oder legt sie unter einen Stein und wünscht sich
etwas.
Dienstag, 5. März 2013
Public Holiday
Die Malteser sind ein sehr religiöses und
traditionsbewusstes Volk. Sie ehren ihre Insel und sind stolz auf ihre Geschichte. Die folgenden
Feiertage werden auf Malta streng eingehalten. An all diesen wird die Arbeit niedergelegt und man feiert
mit großen Festen diese Ehrentage.
1. Januar - Neujahr
10. Februar - Schiffbruch des Hl. Paulus
19. März - St. Joseph
31. März - Tag des Friedens
März / April (Datum wechselt) - Karfreitag
1. Mai - Tag der Arbeit
7. Juni - Sette Giugno
29. Juni - St Peter und St Paul (L-Imnarja)
15. August - Maria Himmelfahrt (Santa Marija)
8. September - Our Lady of Victories
21. September - Tag der Unabhängigkeit
8. Dezember - Maria Empfängnis
13. Dezember - Tag der Republik
25. Dezember - Weihnachten
This island is on fire......
Man würde es nicht glauben, aber es ist war. Malta ist der geheim Typ unter den Pyrotechnikern. Die Insel hat sich über die Jahre zu einem der wohl besten Schauplätze für internationales großes Feuerwerk herausgestellt.
Feuerwerk hat auf Malta eine sehr lange Tradition. Tatsächlich reicht das Handwerk der Pyrotechniker bis in die Zeit der St. Johns Ritter zurück.
Jahr für Jahr findet auf dem maltesischen Archipel das große internationale Feuerwerksfestival statt. Gegen Ende April kommen Menschen aus der ganzen Welt auf die Insel, um entweder an dem Wettkampf teilzunehmen oder um einfach das farbenfrohe Spektakel live mitzuerleben
Dieses Jahr findet das Festival am 26.4.,28.4 und 30.4 in Valletta statt.
Montag, 4. März 2013
Warm -up for the big party
Nächstes Wochenende finden die Regierungswahlen hier auf der
Insel statt. Der 9. März ist der große Tag. Von überall machen sich die
Malteser auf in die Heimat , um ihre Stimme abzugeben. Die Wahlbeteiligung auf
Malta ist beeindruckend hoch. Mehr als 90% geben alle 5 Jahre ihre Stimme ab.
Dieses Wochenende kam es zu
den letzten großen Massentreffen. In Sliema und auch in Gozo versuchten die
Kandidaten nochmals mit ihren Plänen und Vorhaben zu überzeugen. Hunderte
Menschen strömten zu den großen Bühnen und drückten ihre Freude mit Gesängen,
Autoschlangen und Flaggen aus. Musik,
Getränkestände und das bunte Treiben, erinnerte eher an eine Festa als an eine
Wahl. Naja wir sind gespannt auf nächstes Wochenende, wenn es dann erst richtig
los geht.
Malta – from a political point of view
Das
Repräsentantenhaus der Inselrepublik Maltas ist ein Einkammerparlament. Dieses
wird geleitet von dem Staatspräsident von Malta und dem Speaker of House. Das
Parlament besteht insgesamt aus 65 Abgeordneten. Eine Wahlperiode beträgt auf
Malta 5 Jahre. Da auf den maltesischen Inseln eine große Gespaltenheit bei den
Wählern herrscht, ist es normal , dass die Wahlen stets sehr knapp entschieden
werden. Auf Malta gibt es mehrere verschiedene Parteien. Doch die mit Abstand
größten, sind die konservative Partit Nazzionalista und die sozialistische
Labour Party. Neben diesen zwei gibt es auch noch die Grün- Alternative,
Alternative Demokratika und die ultrarechte Azzjoni Nazzjonaii. Diese sind aber
nicht so sehr bedeutend und ehre recht klein. Von Generation zu Generation wird
die Parteizugehörigkeit auf der Insel weitergegeben. Es ist sehr schwer und
fast unmöglich für kleinere Parteien in das Parlament einzuziehen, da die
langfristige Parteienbindung durch das maltesische Verhältniswahlrecht
begünstigt wird. Die eigentliche EU- Aufnahme der Republik verzögerte sich um
einige Jahre auf Grund der Wahlniederlage der Nationalkonservativen im Jahre
1996. Am 13.12. 2002 kam es zur Entscheidung auf dem EU- Gipfeltreffen in Kopenhagen.
Im Zuge der Osterweiterung wurde die Insel mit acht weiteren mittel- und
osteuropäischen Staaten in die Europäische Union aufgenommen. Seitdem ist es
möglich mit einem Reisepass oder einem Personalausweis auf dem Archipel
einzureisen.
Das Erbe der Engländer
In der maltesischen Geschichte ist vor allem die britische
Ära von großer Bedeutung. Zu den wichtigsten historischen Ereignissen dieser
Phase gehören die Weltkriege und die Unabhängigkeit des Archipels. Bis heute
kann man das britische Erbe auf der Insel spüren. Es lebt in vielerlei Hinsicht
in Alltagsleben der Inselbewohner weiter: Englisch ist, neben Maltesisch, die
offizielle Amtssprache. Es gibt starke Handels- und Austauschverbindungen mit
England und man kann bis heute noch die alten englischen Telefonzellen und
Briefkästen auf den Straßen sehen.
Die Briten halfen Malta beim
Zurückdrängen der Franzosen und erlangten aber danach selbst die Hoheit über
die Insel. Zunächst waren sie sich aber nicht im klaren , ob sie den Archipel überhaupt
behalten wollten. 1802 besiegelte der Frieden con Amiens, dass Malta wieder an
den St. Johannes- Ritterorden zurückgegeben werden sollte. Einige der Malteser
wollten jedoch nicht wieder unter ihrem alten Herrscher dienen und beantragten
unter britischer Flagge zu bleiben.
Dieser Wunsch wurde schließlich
nachgegangen. Somit war der Frieden von Amiens nur von kurzer Dauer und die
Napoleonischen Kriege wurden fortgesetzt. Nun waren die Briten dazu
verpflichtet Malta zu verteidigen. Letztlich erlangten sie durch den Pariser
Vertrag im Jahre 1814 die volle Herrschaft über die maltesischen Inseln. Ab
diesem Zeitpunkt war Malta ein wichtiger Standort des britischen Reiches. Die
Insel war strategischer Posten in der Region und Ausgangspunkt für die Ostexpansion
zugleich.
Unwillkürlich war die Entwicklung
Maltas durch Krieg- und Friedenszeiten mit England verbunden. Dies wurde vor
allem im 2. Weltkrieg deutlich. Malta wurde nämlich zum Hauptschauplatz der
Kriegshandlungen im Mittelmeer. Auch im 1. Weltkrieg war Malta mit involviert.
Die Insel war Station für Versorgung und Verletztenbetreuung, was ihr dem Namen
„Krankenschwester des Mittelmeeres“ einbrachte.
Da das maltesische Volk sich im
2. Weltkrieg als besonders mutig erwies , wurden sie von König Georg V
besonders gewürdigt. Er zeichnete die gesamte Bevölkerung mit seinem
Georgskreuz für Tapferkeit aus.
Nachdem der Krieg beendet wurde ,
wurde die Souveränitätsbewegung immer stärker. So wurde Malta am 21. September
1964 für unabhängig erklärt. Jedoch waren bis zur Schließung der
Militärsstützpunkte am 31. März 1979 britische Einheiten auf der Insel
stationiert. Schlussendlich wurde Malta ein Teil des britischen Staatenbundes.
Doch nachdem die Engländer die
Insel im Jahre 1979 die Insel verlassen hatten, blieb stets etwas von ihnen
zurück auf dem maltesischen Archipel.
Das Besondere an den Insel hier
ist wohl, dass sie aus einer Mischung von mediterranem Charme und Klima und
angelsächsischen Traditionen bestehen. Malta war mehr als 150 Jahre ein Teil
des Britischen Königreiches. Daher überrascht es eigentlich nicht, dass bis
heute Bildung, Gesetzte und Wirtschaft englische Züge aufweisen. Die Anzeichen
der mediterranen Britischkeit findet man der oft im maltesischem alltags Leben.
Eines der größten Überbleibsel
ist , neben dem vorherrschendem Linksverkehr, die Sprache. Sowohl Maltesisch
als auch Englisch, werden parallel als Amtsprachen gehandhabt. Natürlich
beeinflusst Englisch auch die Alltagsgespräche der Malteser. Oft wechseln sie
sogar mitten im Gespräch zwischen von Maltesisch und Englisch hin und her.
Viele sprechen sogar nur noch Englisch.
Wenn man durch die Städte der
Insel spaziert, sieht man einige Geschäfte und Cafes mit britischem Namen.
Diese lassen sich sogar bis Mitte des letzten Jahrhunderts zurückverfolgen. Was
besonders amüsant ist, dass die nostalgischen roten Briefkästen und
Telefonzellen, welche in Britannien längst verschwunden sind, bis heute noch
auf Malta vorhanden sind.
Auch die maltesische Küche steht
unter dem Einfluss der Briten. Einige Elemente wurden von der englischen Küche
eins zu eins übernommen. Die einheimischen Bars und Cafes bieten stetes ein
englisches Frühstück an. Und wie auch in England ist Bier das Lieblingsgetränk
der Bewohner, welches in ´pints´ und ´half pints´ bemessen wird.
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