Mittwoch, 5. September 2012

Eine Fahrt durch die Vergangenheit



Der öffentliche Nahverkehr wurde 1905 eingeführt. Vor der Einführung der neuen Busse gab es Linienbusse die teilweise noch aus der Kolonialzeit stammten und Eigentum des jeweiligen Busfahrers waren. Diese Busse galten bei den einen als Touristenattraktion, bei anderen höchstens als brauchbares Nahverkehrsmittel. Bis 1994 waren die heute gelben Linienbusse einheitlich grün gestrichen, diese Farbgebung stammte noch aus den frühen 1980er-Jahren und sollte damals die Verbundenheit Maltas mit Libyen zum Ausdruck bringen. Die Busse auf Gozo waren traditionell grau.
Zur Aufnahme Maltas in die EU musste unter anderem auch das Nahverkehrssystem erneuert werden.  Ab 1996 startete ein Programm, um die Busse Schritt für Schritt zu verstaatlichen. Die Busfahrer nahmen Kredite für neue Busse auf, deren Kosten später teilweise von der Regierung übernommen wurden. 
Vom 15. bis 17. Juli 2008 erlebte Malta einen Streik von Bus- und Taxifahrern mit Straßenblockaden. Grund dafür waren die wirtschaftlichen Sorgen von Bus- und Taxifahrern, dass bei durchzusetzendem EU-Recht ihr Transportmonopol kippe. Damit hätten auch Unternehmer anderer EU-Länder das Recht, den öffentlichen Nahverkehr mitzugestalten. Besonders die maltesischen Busfahrer, in deren Eigentum sich die Busse befanden, bangten um ihre Existenz.
Durch die Vergabe des öffentlichen Nahverkehrs an die Firma Arriva am 3. Juli 2011 waren die Busse Maltas nunmehr nicht mehr gelb, sondern trugen die türkisfarbene Unternehmensfarbgebung des neuen Eigentümers. 185 neue Busse wurden angeschafft, sowie 79 weitere modernisiert. Die gesamte Flotte erfüllt nun die Euro-5-Abgasnorm, ist behindertengerecht, sowie mit Klimaanlagen und Überwachungskameras ausgestattet.  Der zentrale Omnibusbahnhof am Stadttor von Valletta (das im Zuge der Modernisierung abgerissen wurde) wurde erneuert und mit neuen Schildern ausgestattet. Medienkampagnen machten zusätzlich auf das neue System aufmerksam.
Die alten Busse, die über 50 Jahre lang das Bild Maltas geprägt hatten, sind weiterhin im Einsatz,jedoch nur für "Nostalgiefahrten". Alle diese Busse wurden privatisiert und die Kosten trägt ausschließlich der Eigentümer.

http://www.arriva.com.mt/home?l=1

Dienstag, 4. September 2012

Klein, aber oh ho !


Malta nahm erstmals 1971 am Eurovision Song Contest teil, belegte in Dublin aber nur den letzten Platz. Nach einem weiteren letzten Platz 1972 pausierte man zwei Jahre, ehe man 1975 zurückkehrte und einen Platz im Mittelfeld erreichte. Von 1976 bis 1990 zog sich Malta aus dem Wettbewerb zurück. Seit 1991 nimmt der Inselstaat aber wieder am Song Contest teil und hat seitdem kein einziges Jahr mehr ausgesetzt.
Von 1991 an war Malta auch wesentlich erfolgreicher als in den siebziger Jahren. Bis einschließlich 1998 kam man jedes Mal unter die ersten zehn. In den folgenden Jahren schwankten die maltesischen Platzierungen sehr stark. Zwei zweiten Plätzen in den Jahren 2002 und 2005 stehen ein vorletzter Platz 2003 und ein letzter Platz im Jahr 2006 gegenüber. In jüngster Zeit war Malta wieder weniger erfolgreich: Seit 2007 gelang nur noch einmal (2009) die Finalqualifikation; dort erreichte man aber auch nur Platz 22.
Insgesamt endeten dennoch 13 der 23 maltesischen Teilnahmen – also etwa 40 % – in der vorderen Tabellenhälfte.
Bisher wurden alle maltesischen Beiträge zum Eurovision Song Contest im Rahmen einer im Fernsehen ausgestrahlten Vorausscheidung gewählt, die meist unter dem Titel Malta Song for Europe stattfand, in Anlehnung an den britischen Vorentscheid, der viele Jahre den Titel (A) Song for Europe trug. Die Vorentscheidungen wurden teils mit, teils ohne Halbfinalrunden ausgetragen.
Dieses Jahr vertrat Kurt Calleja den Inselstaat mit seiner Clubhymne ' This is the night'. Er erreichte den 21 Platz, vor Frankreich und England

http://www.eurovisionmalta.com/



Up in the air - Air Malta


Air Malta wurde 1973 nach einem Beschluss des maltesischen Parlaments gegründet und nahm im April 1974 den Flugbetrieb auf. In den ersten Jahren prägten Boeing 720B die Flotte. Weitere Muster in der Flotte waren im Laufe der Geschichte Boeing 707, BAC 1-11, Convair-Jets, Boeing 737-200Adv., Boeing 737-300, Boeing 727-100 und -200, BAe ATP, Avro RJ70, McDonnell Douglas MD-90 und Airbus A310-200.
Von den frühen 1990er Jahren bis Herbst 2004 operierte ein Tochterunternehmen namens Malta Air Charter, zeitweise auch als Gozo Wings bekannt, mit mehreren im Wetlease betriebenen Helikoptern vom Typ Mil Mi-8einen Shuttle-Dienst zur kleinen Nachbarinsel Gozo.
Seit dem Winterflugplan 2006/2007 ist Air Malta Codeshare-Partner der Lufthansa, mit der auch eine gemeinsame Wartungsbasis am Flughafen Malta betrieben wird. Air Malta ist an Medavia beteiligt, die mit Turboprop-Maschinen überwiegend innerhalb Libyens zur Unterstützung der Ölindustrie tätig ist.
Im Juli 2012 stellte Air Malta ein neues Corporate Design vor, das unter Anderem eine vollständig neue Lackierung der Flugzeuge beinhaltet.
Air Malta bedient vom Flughafen Malta aus in erster Linie wichtige europäische Städteziele wie beispielsweise London, Athen und Moskau und bietet zudem auch Charterflüge wie etwa saisonal nach Salzburg an. Eine kleinere Basis wird ergänzend auf dem italienischen Flughafen Catania betrieben, Langstreckenflüge werden derzeit nicht angeboten.
In Deutschland werden Berlin-Tegel, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Hannover, Hamburg, München sowie Stuttgart angeflogen. Des Weiteren fliegt Air Malta auch von Frankfurt am Main und München nach Catania auf Sizilien. In der Schweiz werden regulär Zürich und Genf, in Österreich Wien bedient. Darüber hinaus gibt es gelegentlich in den Sommermonaten Charterflüge unter anderem nach Innsbruck und Basel.
Air Malta betreibt darüber hinaus Codeshare-Abkommen mit Lufthansa, Austrian Airlines, Brussels Airlines, Swiss, bmi, Czech Airlines, Aeroflot, Emirates, Etihad, Turkish Airlines und Meridiana Fly.
Air Malta bot von Großbritannien aus Charterflüge für britische Reiseveranstalter auch in EU-Drittstaaten wie Spanien, Österreich, Finnland und Griechenland an. Dazu waren mehrere Flugzeuge in England fest stationiert. Diese Dienste wurden nach Insolvenz des Reiseveranstalters XL eingestellt.

http://www.airmalta.com/homepage

Montag, 3. September 2012

Maltesische Kueche

Maltas Kueche ist starke von der geographischen Naehe zu Italien, der britischen Kolonialzeit und dem internationalen Tourismus beeinflusst.
Dennoch hat die Insel auch ihre ganz eigenen Rezepte.
Ein kleiner kurzer Ueberblick :

Aljotta- Fischsuppe mit viel Knoblauch, Reis und Kraeutern
Biskuttini tal- lewz- Mandelschnittchen
Bragioli- Rindsrouladen, gefuellt mit Ei, Hackfleisch und Erbsen
Brugiel mimli- mit Reis, Hackfleisch und Kraeutern gefuellten Auberginen
Bzar ahadar mimli- mit Hackfleisch, Reis, Oliven und Kapern gefuellten Paprikaschoten
Gbejniet friski- Frischkaese aus Schafs- und Ziegenmilch, meist aus einer Molkerei aus Gozo
Gbejniet moxxi- die luftgetrocknete Variante des gozitanischen Frischkaese
Hobz bis- zejt- eine dicke Scheibe knusprigen Brots, mit Olivenoel und Tomatenpueree, sowie Kapern, oliven und Knoblauch
Imqarets- mit Datteln gefuellte Teigroellchen
Kannoli- roehrenfoermiges Gebaeck, gefuellt mit Frischkaese, Schokolade,kandierten Kirschen und geroesteten Mandeln
Kappunata- Eintopf aus Auberginen, Kapern, gruenem Pfeffer, Knoblauch, Paprika, Tomaten, Zwiebeln und Zucchini.Auch mit frischem Fisch
Kabocci mimlija- eine Art Kohlroulade, gefuellt mit Kaese oder Hackfleisch
Kusksu- dicke Bohnen, gegart in einer Tomaten- Zwiebel- Sosse
Minestra- malestische Variante der Minestrone, also eine Gemuesesuppe, serviert mit frischen Schafskaese
Pastizzi- Blaetterteigrollen gefuellt mit Kaese, Fleisch oder Fisch
Qara'bagli- cremige Gemuesesuppe aus jungen Kuerbissen
Ravjul- Ravioli gefuellt mit maltesischem Ricottakaese
Ross fil- Forn- eine Art Risotto mit Hackfleisch, Eiern, Safran und Tomaten
Timpana- Auflauf aus Makkaroni, Hackfleisch und Bechamelsosse

Eigener Staat , eigene Sprache - i jitkellmu maltese


Maltesisch ist aus dem maghrebinischen Arabisch entstanden und hat sich zu einer eigenständigen Sprache mit Besonderheiten in Syntax und Phonologie entwickelt, die es vom Arabischen abheben. Dennoch ist die Grundstruktur des Maltesischen, insbesondere die Formenbildung, semitisch. Der Wortschatz wurde ab der Frühen Neuzeit vom Italienischen (besonders vom Sizilianischen), aber auch vom Englischen beeinflusst. Es finden sich auch Aramäische und Phönizisch-punische und sonstige vorarabische Wurzeln. Beispiele hierfür sind die Namen der beiden Hauptinseln „Malta“ und „Gozo“.
Nach der Eroberung und Neubesiedlung Maltas durch die Araber ab 870 entwickelt sich auf Malta aus dem Arabischen eine eigenständige lokale Umgangssprache. Handelt es sich zunächst noch um einen arabischen Dialekt, so löst sich das Maltesische durch die Christianisierung der Bevölkerung und ihre Anbindung an den katholisch-europäischen Kulturraum allmählich aus dem Einflussbereich der arabischen Hochsprache. Diese wird von europäischen Sprachen abgelöst. Mit der Übernahme der Herrschaft durch den katholischen Johanniterorden 1530 wird Italienisch dominierend. 1814 wird Malta britische Kronkolonie und damit Englisch Amtssprache. Italienisch behält daneben ebenfalls wichtige Funktionen, etwa als Gerichtssprache, und bleibt die Sprache der einheimischen Oberschicht. Trotzdem ist Maltesisch in der Regel die Muttersprache und Alltagssprache der maltesischen Bevölkerung. 1924 werden verbindliche Rechtschreibregeln erlassen. 1934 wird Maltesisch Amtssprache neben dem Englischen, das heute vor allem in der höheren Schulbildung und der Hochschulbildung als Unterrichtssprache (neben dem Maltesischen) eine wichtige Rolle spielt, ebenso im Fernhandel und in technischen Berufen. Die italienische Sprache hat ihren Status als offizielle Sprache Maltas 1934 verloren, wird aber noch von vielen Maltesern beherrscht.
Seit dem 1. Mai 2004 ist Maltesisch eine der Amtssprachen in der EU. Vielen der rund 1,5 Millionen maltesischstämmigen Menschen außerhalb Maltas dient das Maltesische auch fern der Heimat ihrer Vorfahren als Identifikationssymbol.

Summer on the Rock - Malta in 5: 40 min

Portomaso Tower - St. Julians


Der Portomaso Business Tower, auch genannt Big Blue, ist das erste und einzige Hochhaus auf der Insel . Er steht in San Ġiljan (St Julian's). Er ist 98 Meter hoch und besitzt 23 Stockwerke. Der Tower wurde im Jahre 2001 eröffnet und stößt bis heute bei der einheimischen Bevölkerung auf wenig Gegenliebe.
Da die Glasscheiben des Towers dunkel sind, erkennt man bei Nacht nicht, ob hinter den Scheiben Licht brennt. Deswegen ist der Tower in der Nacht sozusagen unbeleuchtet. Nur das Dach und die Antenne werden in rot-blau beleuchtet. Am Fuße des Turms befinden sich eine Einkaufspassage und eine Kirche.
Im 22 Stock befindet sich die Szene-Bar Twenty- Two. Interior- Designerin  Pippa Toledo kreierte ein stylisches Ambiente. Nun laesst sich mit Sounds und Getraenken aus London, Mailand und Sydney die Aussicht auf den Yachthafen und den Rest Maltas geniessen.
Als das Gebäude konstruiert wurde, baute man auch das Hilton- Hotel, das in unmittelbarer Nähe liegt, und einen Jachthafen. Am Hafen gibt es Apartments und Geschäfte. Das Hilton-Hotel besitzt sechs Restaurants, darunter das Blue Elephant, das berühmteste Thai-Restaurant auf Malta. Westlich vom Portomaso Tower befindet sich mit Paceville das berühmteste Discoviertel Maltas.